Es ist der Dienstag der letzten Augustwoche, kurz vor neun. Sieben Personen kommen nacheinander durch die Tür. Die CEO war am Montag schon da, die CFO und der COO reisen aus Zürich und München an, die CHRO ist aus dem Urlaub direkt zum Flughafen Wien gefahren, die CPO, der CRO und der CTO trudeln bis halb zehn ein. Auf der Plattform steht Kaffee von Bieder & Maier. Auf dem Tisch unten liegen sieben Mappen mit Vorbereitung, die seit Juni umläuft. Es ist der erste von fünf Tagen, die dieses Führungsteam gemeinsam in einem Raum verbringt. Nicht zwei Stunden am Morgen, nicht einen Tag. Fünf.

Der Unterschied zum eintägigen Offsite

Ein eintägiges Offsite entscheidet Themen. Ein fünftägiges Offsite entscheidet, wie dieses Team ein Jahr lang miteinander arbeiten will. Das ist eine andere Kategorie. Der eintägige Termin ist ein Sprint auf einer fertigen Agenda. Der Marathon ist ein Format, in dem die Agenda sich während der Woche selbst korrigiert, weil das Team am Mittwochabend merkt, dass das eigentliche Thema ein anderes ist als das auf der Folie.

Wir sehen diesen Punkt fast jede Woche. Am Tag eins arbeitet das Team an Strategie, wie es sie vorbereitet hat. Am Tag zwei kommt die Beziehungsebene hoch, oft am späten Nachmittag. Am Tag drei wird zum ersten Mal ausgesprochen, was zwischen zwei Geschäftsführer:innen seit Q1 in Slack-Threads vor sich hinglimmt. Am Tag vier beginnen die Lösungen, die das nächste Halbjahr tragen. Am Tag fünf schreibt ihr sie auf. Wer nach zwei Tagen abreist, hat den Kern verpasst.

Warum Spätsommer

Die letzte Augustwoche und die erste Septemberwoche sind aus einem Grund das beliebteste Fenster für diesen Marathon: Der Kalender ist leer genug, dass ein Führungsteam fünf Tage frei bekommt, ohne dass vier Meetings pro Person täglich dazwischenfunken. Die Sommerpause hat den Kopf geleert. Das Halbjahr ist abgeschlossen, die Zahlen liegen. Das Q3-Geschäft läuft meist in festen Mustern, das Q4 muss in einer Struktur stehen, bevor die Budgetrunde im Oktober beginnt.

Wir buchen Marathon-Wochen auch im Juli, wenn internationale Teams aus den USA und UK die Jahresplanung lieber vor den vollen Herbstkalendern abschließen. Der Sommer hat noch einen zweiten Effekt: Der Innenhof ist grün, die Abendstunden sind lang, das Team isst draußen zu Abend. Das ist kein Deko-Thema. Das ist Teil der Beziehungsarbeit.

Die Woche als Rhythmus

Eine gute Marathonwoche hat einen Rhythmus, nicht nur eine Agenda. Der Vormittag gehört den schweren Themen, die ein ausgeruhter Kopf braucht. Der frühe Nachmittag ist oft die Einzelarbeit oder die Paararbeit in Kleingruppen, auf der Plattform oder im Innenhof. Der späte Nachmittag ist die Integration im Plenum, unten am großen Tisch, am 65-Zoll-Screen. Und dann kommt der Abend.

Die Abendstunden sind in diesem Format so wichtig wie die Arbeitszeit. An der Bar oben auf der Plattform werden Gespräche geführt, die unten am Workshop-Tisch nicht passieren würden. Im Innenhof sitzen fünf Leute um einen Tisch, und die CFO erzählt dem CRO zum ersten Mal seit zwei Jahren, warum sie sich in den Forecast-Calls so über ihn geärgert hat. Das ist kein Smalltalk. Das ist der Teil der Woche, in dem die Beziehungen repariert werden. Wer das Format gut führt, plant die Abende genauso wie die Tage.

Was der Raum leisten muss

Für eine Marathonwoche brauchst du einen Ort, an dem ein Team fünf Tage privat bleibt. Nicht fünf Tage Hotelkonferenzfläche, in der Freitagnachmittag der Messestand einer Versicherung nebenan aufgebaut wird. Eine Woche, in der die Unterlagen am Dienstagabend so liegen bleiben können, wie sie am Mittwoch gebraucht werden. Eine Woche, in der das Team weiß, hier kommt niemand anderes rein.

Deshalb funktioniert unser Haus für dieses Format. Eine Gruppe, eine Woche, ein Loft mit Hauptniveau und Plattform, plus Innenhof. Keine Parallelbuchung nebenan. Business-Wi-Fi, das sieben Laptops, drei Tablets und zwei Hotspots gleichzeitig trägt. Screens auf beiden Ebenen, sodass zwei Kleingruppen parallel arbeiten, ohne sich Geräte zu teilen. Eine feste Ansprechperson aus dem Team, die die Woche kennt und nicht jeden Morgen neu gebrieft werden muss. Mehr zum Raum findest du hier.

Der SEASON PASS als Denkmodell

Viele Kund:innen, die einen Marathon buchen, kommen im Jahr darauf wieder. Manche zweimal: August für die Jahresplanung, Januar oder Februar für die Q1-Standortbestimmung. Für diesen Rhythmus gibt es bei uns den SEASON PASS. Eine Jahrespauschale, 24/7-Zugang mit eigenem Schlüssel, ALL IN inklusive, Community-Events. Der SEASON PASS ist nicht für alle. Für ein Leadership-Team, das jährlich fünf Tage im selben Raum buchen will, ist es oft die ehrlichere Rechnung als fünf Einzelbuchungen. Details zu den Paketen stehen hier.

Was eine CEO vor der Buchung klären sollte

Drei Dinge, bevor ihr die Woche festlegt. Erstens: Wer hat die Agenda-Hoheit. Ein externer Moderator oder eine Moderatorin ist in fast allen Marathons sinnvoll, weil eine CEO nicht gleichzeitig moderieren und verhandeln kann. Zweitens: Wer ist fünf Tage am Stück wirklich im Raum. Halbe Anwesenheiten zerstören das Format. Drittens: Welche Entscheidungen müssen am Freitagnachmittag schriftlich stehen. Ohne diese Liste wird die Woche zu einem Feeling-Event, das montags niemand mehr tragen kann.

Wenn ihr im August 2028 oder Anfang September einen Marathon plant, dann ist der April der Monat, in dem die Woche im Kalender landen muss. Schreib uns an welcome@loft1080.at mit einem Zeitfenster, dem Teamumfang und ob ihr den SEASON PASS in die Rechnung nehmen wollt. Die Terminverfügbarkeit klären wir direkt.