Zwei Wochen vor dem Termin schreibt uns die CSO eines Biotech-Startups: Sechs Professor:innen aus Wien, München, Lausanne und Utrecht, dazu eine Klinikerin aus Boston per Stream. Thema des Tages sind die Ergebnisse der ersten Tiermodell-Serie, dazu eine Diskussion über den regulatorischen Pfad und die Frage, ob die Publikation vor oder nach dem nächsten Funding-Schritt kommen soll. Sie schreibt: “Wir brauchen einen Ort, an dem man auch unangenehme Fragen stellen kann, ohne dass jemand im Nebenraum mithört.” Genau dafür eignet sich ein Scientific Advisory Board Meeting bei uns.

Was ein SAB von einem klassischen Advisory Board unterscheidet

Ein kommerzieller Advisory Board berät zur Geschäftsstrategie, zum Vertrieb, zum Pricing, zur Investorenkommunikation. Die Runde ist oft erfahrungsgetrieben, die Protokolle sind pragmatisch, die Entscheidungen laufen auf Quartalsziele zu.

Ein Scientific Advisory Board ist ein anderes Gremium. Sechs bis zehn Wissenschaftler:innen und Kliniker:innen beraten das Unternehmen zu Forschungsrichtung, Studiendesign, regulatorischem Pfad und Publikationsstrategie. Die Gesprächsebene ist fachlich tief, die Diskussionen gehen in Mechanismen, Datenqualität, Endpunktdefinitionen, Peer-Review-Logik. Und die Beteiligten sind meistens hochkarätige Akademiker:innen, deren Zeit knapp ist und deren Ruf auf solider Wissenschaft steht.

Das hat Konsequenzen für den Raum, in dem ein solches Meeting stattfindet. Ein SAB verträgt kein Hotelmeeting mit Durchgangsverkehr und keinen Coworking-Tisch zwischen zwei Startup-Pitches. Es braucht einen Ort, der dem Niveau der Gäste gerecht wird und die vertraulichen Forschungsdaten ernsthaft schützt.

Warum Privatsphäre bei einem SAB nicht verhandelbar ist

Die Daten, die auf dem Tisch liegen, sind oft noch nicht publiziert. Manchmal sind es präklinische Ergebnisse, die für den nächsten Finanzierungsschritt relevant sind. Manchmal sind es Studienendpunkte, die in den kommenden Monaten eingereicht werden. Manchmal ist es eine Diskussion darüber, ob ein Ergebnis methodisch belastbar genug ist, um überhaupt in die nächste Phase zu gehen.

Wenn eine Person am Nebentisch das falsche Wort aufschnappt, kann das Publikationsstrategie, Patentanmeldung und Investorenkommunikation auf einmal stören. Deshalb gilt bei uns die Einrichtungsregel, die wir bei jedem vertraulichen Format anwenden: an einem Tag nur eure Gruppe im Loft. Keine Parallelveranstaltung, keine anderen Gäste, kein Catering-Team, das zwischen zwei Buchungen pendelt.

Alexander unterzeichnet auf Anfrage vorab eine NDA. Für viele SAB-Gäste ist das der Punkt, an dem sich die Schultern lockern. Sie kommen aus akademischen Umgebungen, in denen Vertraulichkeit strukturell geregelt ist, und erwarten dasselbe Verständnis, wenn sie in einen Startup-Kontext wechseln.

Der Raum muss dem Niveau der Runde entsprechen

Wir sagen das nicht gerne, weil es schnell nach Statuspflege klingt. Aber es ist ein praktischer Punkt: Wenn du einen emeritierten Max-Planck-Direktor, eine leitende Oberärztin einer Universitätsklinik und einen ERC-Grantee an denselben Tisch holst, bekommst du ein Signal-Problem, falls der Ort bieder oder provisorisch wirkt. Nicht weil die Gäste sich beschweren würden. Sondern weil sie still registrieren, wie ernst das Unternehmen die Einladung nimmt.

Der LOFT1080 ist ein einziger Loft auf 90 Quadratmetern mit zwei Niveaus. Hauptniveau mit Meetingtisch, 65-Zoll-Screen und einer Lounge mit Couch und Sesseln. Oben auf der Plattform ein Workshop-Tisch, ein 55-Zoll-Screen, die Bar mit Barhockern. Das Licht ist dimmbar, die Akustik ist ruhig, die Möblierung ist klar und nicht dekorativ. Wir haben keinen Firmen-Tand an den Wänden und keine Messe-Rollups in der Ecke. Ein Wiener Altbau in der Josefstadt, sauber ausgestattet, nicht mehr und nicht weniger. Das ist in unserer Erfahrung das Register, in dem akademische Gäste sich nicht fremd fühlen.

Technik für Forschungsdaten und Streaming-Gäste

Der 65-Zoll-Screen auf dem Hauptniveau ist das Arbeitsgerät, wenn Datenreviews auf den Tisch kommen. Heatmaps, Dosis-Wirkungs-Kurven, Western-Blot-Vergleiche, Protokoll-Exzerpte aus der elektronischen Labordokumentation. Zehn Personen sehen gleichzeitig dieselbe Tabelle, ohne sich über Laptops zu beugen. Gecastet wird per AirPlay, Miracast, HDMI oder USB-C, ohne Software-Installation vorab.

Für das SAB-Mitglied, das aus Boston, Kyoto oder San Francisco nicht anreisen kann, haben wir die Streaming-Infrastruktur im Haus. Kameras, Funkmikrofone, eine saubere Tonabnahme, nicht die laptop-eigene Webcam, die in einem Raum mit zehn Sprecher:innen sofort überfordert wäre. Die zugeschaltete Person hört jede Frage, sieht, wer spricht, und kann ihrerseits ihren Screen teilen, wenn sie ein Paper oder einen Datensatz zeigen möchte. Für eine ehrenamtliche Academic-Rolle ist das der Unterschied zwischen “ich nehme teil” und “ich nehme formal teil, aber eigentlich nicht”.

Breakout, Kaffee und das Gespräch im Innenhof

Nach dem Plenum gibt es fast immer eine Forschungsfrage, die noch einmal in kleiner Runde diskutiert werden muss. Der Modellansatz, der methodisch nicht ganz trägt. Die Frage, ob der primäre Endpunkt wirklich der richtige ist. Drei oder vier Personen an den Workshop-Tisch oben auf der Plattform, der Rest macht Pause auf dem Hauptniveau. Beide Arbeitsflächen haben ihren eigenen Screen, die Akustik im Loft ist so, dass die Gruppen sich nicht überlagern.

Der Kaffee kommt von Bieder & Maier aus Wien, das Wasser steht kalt bereit, die Pausen sind ruhig. Und wenn der CEO mit dem SAB-Chair ein Gespräch braucht, das zu sensibel für den gemeinsamen Tisch ist, dann führen sie es im Innenhof. Glasschiebetür auf, ein paar Schritte ins Grüne, abgeschirmt vom Straßenlärm. In unserer Erfahrung ist das das Gespräch, in dem die wirklich kritischen Themen landen: die Frage, ob man eine:n Mitgründer:in ersetzen muss, ob ein Studienarm eingestellt wird, ob die Publikation warten kann.

Was wir dir empfehlen, wenn du dein erstes SAB planst

Plane eine volle Tagesbuchung ein, nicht einen halben Tag. Ein SAB mit acht Gästen und einer vorbereiteten Agenda braucht realistisch sechs bis acht Stunden Arbeit plus Pausen. Lass die NDA-Frage vorher mit Alexander klären, nicht am Morgen. Schick uns zwei Wochen vorher die Teilnehmerliste, dann kann unser Team den Tisch, die Getränke und die Streaming-Technik passend aufsetzen.

Und wenn du unsicher bist, wie viele Leute an einen Tisch passen und wie die Akustik im Loft wirkt, komm für dreißig Minuten vorbei und schau es dir an. Buchungsanfrage und Besichtigung unter loft1080.at/kontakt.