Der Termin steht seit Wochen im Kalender. Ein Late-Stage-Investor hat vier externe Tech-Berater gebucht, dazu einen CTO-for-Hire und eine interne Architektin. Acht Stunden Tech Due Diligence, ein Tag, ein Raum. Die Zielgesellschaft, eine B2B-SaaS aus Wien, hat zwölf Engineers im Open-Space-Office sitzen. Und irgendjemand in der Leadership hat ernsthaft vorgeschlagen, das Ganze im eigenen Meeting-Raum hinter der Glaswand zu machen. Das ist, mit Verlaub, eine der schlechtesten Ideen in einem M&A-Prozess.

Warum das eigene Büro der falsche Ort ist

Ein Tech-DD-Tag ist kein normaler Workshop. Fünf bis acht fremde Menschen packen Laptops aus, ziehen ein Repo nach dem anderen, stellen Fragen zu Secrets-Management, fragen nach dem letzten Pen-Test-Report, wollen das Ticket-System sehen, die CI-Pipeline, die Cloud-Rechnung, die Incident-Post-Mortems. Wer so etwas im eigenen Büro macht, zahlt einen Preis, den niemand auf der Rechnung sieht.

Die Junior-Engineers im Open Space registrieren sofort, dass Unbekannte in “ihren” Code schauen. Das spricht sich in drei Minuten bis in den letzten Slack-Channel herum. Es wird getuschelt, es wird spekuliert, es wird Lebenslauf-Pflege betrieben. Niemand arbeitet mehr konzentriert an diesem Tag, und der Vibe bleibt auch danach nicht der gleiche.

Gleichzeitig verwandelt sich die Leadership in einen Performance-Modus. Der CTO führt die Diligence-Partner an den Schreibtischen vorbei, stellt Teamleads namentlich vor, die eigentlich arbeiten wollen. Jeder Satz, den er zu Tech-Debt sagt, hört das halbe Team mit. Das ist keine Atmosphäre für ehrliche Antworten. Das ist eine Betriebsbesichtigung mit politischer Schlagseite.

Was ein neutraler Off-Site-Tag ändert

Der Tech-DD-Tag braucht genau drei Eigenschaften: Ruhe, eine ordentliche Leitung, und die Abwesenheit des operativen Alltags. Wenn der CTO mit den Prüfer:innen in einem Ort sitzt, der nicht das eigene Büro ist, fallen plötzlich Hemmungen weg. Er kann sagen “Ja, das Billing-Modul müssen wir in den nächsten achtzehn Monaten komplett neu bauen, hier sind die Gründe”, ohne dass nebenan ein Team mithört, das gerade genau an diesem Modul arbeitet.

Die Diligence-Partner profitieren genauso. Sie müssen nicht höflich tun, nicht lächelnd durchs Office spazieren, nicht so tun, als wäre das ein netter Besuch. Sie sind zum Prüfen da. Ein neutraler Off-Site-Ort signalisiert das, ohne dass es jemand aussprechen muss.

Wie so ein Tag bei uns tatsächlich aussieht

Wir haben einige dieser Tech-DD-Tage gesehen, von der Seed-Erweiterung bis zum Exit-Vorlauf. Der Ablauf ist erstaunlich konstant. Vormittags: Overview, Architektur-Diagramm auf dem 65-Zoll-Screen, Live-Walkthrough durchs Haupt-Repo. Mittag: kurze Pause, oft nur zwanzig Minuten, weil die Prüfer:innen sonst die Zeit nicht ausnützen können. Nachmittag: Deep-Dives in die Teilbereiche, die der Morgen als kritisch markiert hat, plus Security- und Compliance-Session. Später Nachmittag: der entscheidende Sidebar zwischen CTO und Lead-Prüfer:in, in dem die wirklich harten Fragen fallen.

Für genau diesen Ablauf ist der Loft gebaut, auch wenn wir ihn nicht so beworben haben. Der runde Tisch auf dem Hauptniveau trägt die technische Session ohne Hierarchie, der 65-Zoll-Screen hängt direkt daneben, und die Business-Wi-Fi ist für fünfunddreißig gleichzeitige Laptops dimensioniert. Wenn ein Prüfer-Team parallel dreißig GB Repos zieht, bricht hier nichts ein.

NDA, Security, und warum Alexander das persönlich macht

Tech DD bedeutet, dass Vertrauliches auf einem Schirm landet, das dort nicht einfach so landen darf. Alexander zeichnet die NDA persönlich ab, bevor der erste Laptop aufgeht. Das ist keine Formalität. Bei Code-Basen, bei Security-Architekturen, bei Incident-Reports geht es um Unterlagen, die in der falschen Hand echte Schäden anrichten. Wer einen Raum bucht, in dem abends die nächste Gruppe eincheckt, ohne dass jemand die Whiteboards abfotografiert und die Flipcharts entsorgt hat, nimmt ein Risiko mit nach Hause. Wir machen das anders.

Das Team achtet an solchen Tagen darauf, dass niemand unangemeldet reinspaziert, dass die Tür zu ist, dass nach dem Tag alle Whiteboards gereinigt, alle Flipchart-Blätter eingerollt und mitgenommen werden, und dass der Müll nicht erst am nächsten Morgen abgeholt wird. Ein fixer Ansprechpartner aus dem Team ist den ganzen Tag da, ohne im Weg zu stehen.

Die Plattform für den Sidebar, den Innenhof für die Decompression

Der wichtigste Moment eines Tech-DD-Tages ist oft nicht die große Session, sondern der Sidebar danach. Der CTO zieht die Lead-Prüfer:in zur Seite und zeigt, was das Marketing-Team nicht ins CIM geschrieben hat, welcher Microservice wirklich wackelt, welcher Vertrag mit einem Cloud-Provider hakt, welche Schlüsselperson gerade kündigungsbereit ist. Das darf nicht am gleichen Tisch passieren wie die offizielle Session. Dafür ist oben auf der Plattform Platz, mit dem 55-Zoll-Screen, an dem sich zwei Leute ein Whiteboard-Diagramm ansehen können, ohne dass die Runde am großen Tisch mithört.

Und zwischen den Sessions gibt es den Innenhof. Grün, ruhig, von der Straße abgeschirmt. Ein fünfzehnminütiger Spaziergang durch den Innenhof an einem langen DD-Tag ist kein Luxus, das ist Voraussetzung, damit die Leute nachmittags um vier noch klare Fragen stellen.

Was du konkret mitbringst

Ein Tech-DD-Tag bei uns braucht drei Dinge von deiner Seite. Erstens die NDA-Anforderungen, bevor Alexander unterschreibt, am besten zwei Werktage vorher. Zweitens eine grobe Agenda, damit wir wissen, wann ihr den großen Tisch braucht und wann die Plattform. Drittens die Zahl der Laptops, damit wir die Wi-Fi-Kapazität und die Stromleisten entsprechend vorbereiten. Alles andere, Kaffee von Bieder & Maier, Getränke, ein einfaches Mittagessen, liegt im ALL IN, bei größeren Runden mit Buffet im CULINARIUM.

Wenn bei dir gerade eine Late-Stage-Runde oder ein M&A-Prozess in Vorbereitung ist und ihr einen externen Ort für den Tech-DD-Tag sucht, meld dich mit dem geplanten Datum und der ungefähren Teamgröße. Wir halten dir den Tag, unterschreiben die NDA, und der Rest wird ein konzentrierter Arbeitstag, nicht eine Betriebsbesichtigung.