Corporate Storytelling Workshop: Wie ein Unternehmen lernt, von sich zu erzählen
Warum ein Corporate Storytelling Workshop in Wien einen eigenen Raum braucht, und wie LOFT1080 für Brand-Teams vor Rebrand, IPO oder Fundraise funktioniert.
Eine Gründerin sitzt am runden Tisch, hat ihren Laptop zugeklappt und erzählt, wie sie zum ersten Mal auf die Idee gekommen ist, die inzwischen 120 Leute beschäftigt. Es ist kein Pitch. Es ist die dritte Version derselben Geschichte an diesem Tag, und erst jetzt, nach zwei Stunden, wird sie ruhig, präzise, und so, dass der CFO neben ihr den Stift weglegt und zuhört. Die Brand-Strategin, die den Workshop leitet, nickt kurz. Genau diese Version kommt in die Deck-Folien, in die Keynote, in das Investor-Memo.
Corporate Storytelling Workshops sehen selten spektakulär aus. Es wird geredet, gehört, umformuliert, wieder geredet. Und genau deshalb funktioniert das im Office nie.
Wozu so ein Workshop überhaupt da ist
Ein Unternehmen, das zehn Jahre alt ist, hat seine Geschichte nicht vergessen. Es hat sie nur in hundert Decks zerstückelt, in drei Relaunches überschrieben und in zwanzig Interviews geglättet. Was dann übrig bleibt, klingt austauschbar: “Wir helfen Unternehmen, effizienter zu werden.” Jeder sagt das. Niemand merkt es sich.
Der Storytelling Workshop holt diese Geschichte zurück ins Licht. Konkret geht es meist um drei Ebenen: den Gründungsmythos, also warum es das Unternehmen überhaupt gibt. Die Value Proposition, also was wirklich anders ist. Und die Brand Voice, also wie diese beiden Dinge klingen, wenn jemand vom Unternehmen spricht.
Gebucht wird so ein Format selten aus Langeweile. Es kommt vor einem Rebrand, vor einem IPO-Prozess, vor einer Series B, oder vor einem Moment, in dem das Unternehmen plötzlich sehr öffentlich wird, eine Dokumentation, ein Award, eine politische Debatte. Der Druck, plötzlich eine klare Geschichte zu haben, ist hoch. Die Gefahr, in Floskeln zu verfallen, auch.
Wer den Workshop leitet
Die Moderation liegt fast nie intern. Kommunikationsteams sind zu nah an den eigenen Formulierungen, Führungskräfte sind zu nah an der eigenen Biographie. Was du brauchst, ist jemand von außen, der professionell unhöflich sein darf.
In der Praxis sehen wir drei Profile: Brand-Strategen aus spezialisierten Agenturen, unabhängige Narrative Consultants, und ehemalige Journalistinnen, die inzwischen Unternehmen coachen. Die letzte Gruppe ist oft die schärfste. Wer zehn Jahre lang Menschen interviewt hat, hört sofort, wenn eine Geschichte geprobt klingt, und weiß, wie man sie aufbricht.
Die Teilnehmer sind typischerweise das Leadership Team, manchmal die erweiterte Marketing-Runde, in kleineren Firmen das gesamte Exec-Team. Zehn bis fünfzehn Personen. Größer wird es anstrengend, weil jede einzelne Person ihre Geschichte laut aussprechen soll, und mindestens einmal korrigiert werden soll.
Warum der Raum dabei nicht egal ist
Storytelling braucht ein anderes Tempo als ein normaler Arbeitstag. Im Office gibt es eine stille Regel, dass jede Minute produktiv wirken muss. In einem Storytelling Workshop ist das Gegenteil wahr: die guten Versionen einer Geschichte entstehen in Pausen, in Wiederholungen, in dem Moment, in dem jemand einen Satz wegwirft und neu ansetzt.
Dafür brauchst du einen Raum, in dem nichts piept. Kein Slack, keine vorbeilaufenden Kollegen, keine Zoom-Calls im Nachbarzimmer. Auch keine Hotel-Konferenzraum-Ästhetik, die signalisiert, dass hier gleich PowerPoint passiert.
Was hilft, ist ein Raum, der leise sagt: hier erzählen Menschen sich Dinge, die wichtig sind. Holz statt Teppichfliesen, Tageslicht statt LED-Panels, Sitzmöglichkeiten, die nicht alle in eine Richtung zeigen.
Wie wir den Tag im LOFT1080 aufteilen
Der Loft funktioniert für dieses Format, weil er auf 90 Quadratmetern drei Arbeitsmodi parallel erlaubt, ohne dass die Gruppe getrennt wird.
Die Hauptrunde passiert unten, auf dem Hauptniveau, am runden Tisch. Dort sitzt die ganze Gruppe, dort leitet die Moderatorin die großen Schleifen: Welche Geschichte erzählt ihr gerade? Welche wollt ihr erzählen? Was fehlt? Das 65-Zoll-Display daneben hält Zitate, Formulierungsvarianten und die aktuelle Arbeitsversion der Kernbotschaft sichtbar.
Für die Paar-Übung geht es auf die Plattform. Jede Führungskraft erzählt einer anderen ihren ersten Entwurf, fünfzehn Minuten lang. Die Plattform liegt ein paar Stufen höher, im selben Raum, aber akustisch und visuell getrennt genug, dass sich Paare dort hinsetzen können, ohne dass die restliche Runde im Nacken sitzt. Der große Workshop-Desk und die Bar mit den Barhockern geben genug Sitzplätze für sechs bis acht parallele Paare.
Den Walk-and-Talk machen wir im Innenhof. Zwanzig Minuten draußen, zu zweit, ohne Stift, ohne Laptop. Erfahrungsgemäß sind die Geschichten nach der Runde im Hof lockerer. Leute formulieren plötzlich so, wie sie an einem Freitagabend formulieren würden, und genau das ist der Ton, den wir hinterher suchen. Der Hof ist ruhig, vom Straßenlärm abgeschirmt, und gehört während deiner Buchung nur euch.
Was ein Workshop-Tag bei uns praktisch mitbringt
Die Moderation bestimmt den Inhalt. Wir kümmern uns um alles, was nicht Inhalt ist. Es gibt eine feste Ansprechperson aus dem Team, die vor dem Tag mit der Moderatorin durchgeht, wo Flipcharts stehen, wie die Paar-Runden eingerichtet werden, ob während der Hauptrunde gefilmt werden soll.
Kaffee kommt von Bieder & Maier, Tee und kalte Getränke stehen bereit, ein leichter Mittagslunch lässt sich dazubuchen. Für Workshops mit integrierter Bewirtung passt meistens das ALL IN Paket, für größere Runden mit Buffet das CULINARIUM.
Wenn der Workshop Teil eines mehrtägigen Prozesses ist, etwa im Vorfeld eines Rebrands, lohnt ein Blick auf den SEASON PASS. Du kannst dann Folgetermine mit kleiner Besetzung spontan ansetzen, ohne jedes Mal neu zu verhandeln.
Ein Hinweis an Brand-Strategen, die bei uns arbeiten wollen
Wir mischen uns inhaltlich nicht ein. Was im Workshop erzählt wird, bleibt im Workshop. Alexander unterzeichnet auf Wunsch eine NDA, bevor der Kontakt zu uns überhaupt im Kalender steht. Das ist bei Storytelling-Formaten keine Formalität: du sitzt oft mit Geschichten im Raum, die noch nicht einmal das eigene Board gehört hat.
Wenn der Moment näher kommt
Wenn du als Brand-Strategin, Narrative Consultant oder Head of Communications gerade einen solchen Termin in der Pipeline hast, schau dir den Raum kurz an, oder schreib uns mit dem Datum und der Teilnehmerzahl. Wir halten dir einen Termin zur Besichtigung frei und zeigen dir, wie sich Hauptniveau, Plattform und Hof an deinem konkreten Ablauf entlang aufteilen lassen.
Die beste Geschichte eines Unternehmens liegt selten an der Oberfläche. Aber sie lässt sich freilegen, wenn der Raum mitspielt.
Eurer Meeting bei uns?
Schreib uns, was du vorhast. Wir melden uns am selben Werktag mit einem Vorschlag.