Eine Teilnehmerin kann längere Zeit nicht stehen. Ein Kollege hört schlecht, wenn mehrere gleichzeitig sprechen. Jemand anderer liest Unterlagen lieber vorab am eigenen Gerät, mit größerer Schrift. Solche Anforderungen sind nichts Ungewöhnliches. Schwierig wird es, wenn sie erst am Tag selbst auffallen.

Inklusive Planung beginnt deshalb nicht bei der Location, sondern bei der Einladung.

Schritt 1: In der Einladung nachfragen

Frag in jeder Einladung nach Anforderungen, nicht nur bei bestimmten Gruppen. Wenn die Frage immer gestellt wird, muss sich niemand rechtfertigen. Ein Satz reicht:

„Gibt es etwas, das wir bei Zugang, Sitzplätzen, Pausen oder Unterlagen für dich berücksichtigen sollen?“

Damit deckst du die häufigsten Punkte ab:

  • Zugang: Stufen, Treppen, Wege zum Raum und zu den Toiletten.
  • Sitzplätze: Sitzhöhe, Platz für einen Rollstuhl am Tisch, ein Platz in der Nähe des Ausgangs.
  • Pausen: Häufigkeit und Länge, eine Möglichkeit, sich kurz zurückzuziehen.
  • Unterlagen: größere Schrift, gute Kontraste, digitale Versionen vorab.
  • Hören und Sehen: Mikrofone auch in kleineren Runden, eine gute Sicht auf Screen und Sprechende.
  • Verpflegung: Allergien, Unverträglichkeiten und Ernährungsformen.

Schritt 2: Die Antworten in die Raumwahl einbeziehen

Wenn du weißt, was gebraucht wird, kannst du gezielt nachfragen. Klär mit der Location vor der Buchung:

  • Ist der Eingang von der Straße stufenlos?
  • Welche Bereiche sind ohne Stufen erreichbar, und welche nur über eine Treppe?
  • Gibt es ein barrierefreies WC?
  • Kann die Bestuhlung angepasst werden?
  • Gibt es Mikrofone, und wie werden sie eingesetzt?

Wenn eine Frage nicht eindeutig beantwortet werden kann, ist eine Besichtigung der einfachste Weg. Nimm, wenn möglich, die Person mit, die die Anforderung hat, oder frag sie, worauf du achten sollst.

Schritt 3: Den Ablauf darauf ausrichten

Viele Punkte lassen sich im Ablauf lösen, unabhängig vom Raum:

  • Regelmäßige Pausen, die im Programm stehen und eingehalten werden.
  • Mikrofone verwenden, auch wenn die Runde klein ist, und Fragen aus dem Publikum ins Mikrofon wiederholen.
  • Folien beschreiben, statt nur auf sie zu zeigen.
  • Unterlagen vorab schicken, damit alle sie im eigenen Tempo lesen können.
  • Arbeitsphasen so planen, dass sie am gleichen Ort stattfinden können, wenn ein Wechsel schwierig ist.

Von diesen Punkten profitieren meist alle Teilnehmenden, nicht nur einzelne.

Schritt 4: Nachher fragen

Frag nach dem Termin, ob alles gepasst hat. Was hat gefehlt? Was hätte man früher klären können? So wird die nächste Einladung besser.

Zugang und Raum im LOFT1080

Im LOFT1080 ist der untere Bereich, das Hauptniveau, stufenlos. Dort stehen der Besprechungstisch, die Lounge mit Sofa und Sesseln und der 65-Zoll-Screen. Die Plattform mit dem großen Workshoptisch und der Bar liegt ein paar Stufen höher im selben Raum und ist nur über eine Treppe erreichbar.

Für Präsentationen und größere Runden gibt es ein Soundsystem sowie Hand- und Ansteckmikrofone. Die Bestuhlung kann als Konferenz, U-Form, Stuhlkreis oder Lounge aufgebaut und bei Bedarf tagsüber umgebaut werden. Mehr zur Ausstattung findest du auf der Seite Raum.

Ob der Eingang von der Straße stufenlos ist und welche Möglichkeiten es bei den Sanitäranlagen gibt, klären wir am besten direkt mit dir. Wenn Zugang ein Thema ist, sag es uns bei der Anfrage, dann finden wir gemeinsam eine Lösung, die funktioniert, oder sagen dir ehrlich, wo Grenzen sind.

So könnte ein Termin geplant werden

Eine Gruppe von 15 Personen plant einen Workshop, eine Person nutzt einen Rollstuhl. Dann könnte der Ablauf so aussehen: Das Plenum und die Arbeit in Kleingruppen finden am Besprechungstisch und in der Lounge auf dem Hauptniveau statt, die Plattform bleibt für Pausen und Getränke offen. Unterlagen gehen vorab digital an alle. Vor der Buchung klärt ihr mit uns Zugang und Sanitäranlagen.

Das ist ein Planungsbeispiel. Welche Lösung passt, hängt von den konkreten Anforderungen ab.

Eine kurze Checkliste

  • In der Einladung nach Anforderungen fragen
  • Zugang, Sanitäranlagen und Bestuhlung mit der Location klären
  • Unterlagen vorab digital verschicken
  • Mikrofone und Pausen einplanen
  • Nach dem Termin Rückmeldung einholen

Häufige Fragen

Wie frage ich nach Anforderungen, ohne jemanden hervorzuheben? Stell die Frage in jeder Einladung an alle und behandle die Antworten vertraulich.

Was, wenn eine Location nicht alle Anforderungen erfüllt? Sag es offen und sprich mit der betroffenen Person über mögliche Lösungen, bevor du buchst.

Dein nächster Schritt

Schreib uns, welche Anforderungen an Zugang und Raumnutzung es bei deinem Termin gibt: welcome@loft1080.at oder über das Kontaktformular. Dann klären wir die Möglichkeiten vor der Buchung.