Um neun Uhr reden alle in normaler Lautstärke. Um elf sprechen die Ersten etwas lauter, damit sie am anderen Tischende verstanden werden. Am Nachmittag fragen die Online-Teilnehmenden zum dritten Mal nach, und am Abend sind ein paar Stimmen rau. Über den Raum hat niemand gesprochen. Trotzdem hat er den Tag mitgeprägt.

Akustik fällt selten auf, solange sie passt. Wenn sie nicht passt, merkt man es oft erst nach ein paar Stunden. Deshalb lohnt es sich, schon bei der Wahl des Meetingraums darauf zu achten.

Drei Hinweise, dass ein Raum akustisch schwierig ist

1. Alle werden im Laufe des Tages lauter

In einem halligen Raum mischen sich Stimmen mit ihrem eigenen Nachklang. Wer verstanden werden will, spricht lauter. Die anderen ziehen nach, und der Geräuschpegel steigt Schritt für Schritt. Am Vormittag fällt das kaum auf, am Nachmittag ist es anstrengend.

2. Online-Teilnehmende hören Hall oder Echo

Mikrofone nehmen nicht nur die Stimme auf, sondern auch den Raum. Was vor Ort wie ein leichter Nachklang wirkt, kommt bei den Zugeschalteten oft als Echo an. Wenn bei hybriden Terminen häufig nachgefragt wird, liegt das nicht immer an der Verbindung.

3. Nach einem langen Tag sind viele heiser

Heisere Stimmen sind ein einfaches Signal: Die Gruppe hat den ganzen Tag gegen den Raum angesprochen. Das betrifft vor allem die Moderation und alle, die präsentieren.

Worauf du bei der Besichtigung achten kannst

Akustik lässt sich schlecht aus Fotos ablesen. Bei einer Besichtigung kannst du sie mit ein paar einfachen Tests prüfen:

  • In die Hände klatschen: Hörst du ein deutliches Nachklingen, ist der Raum eher hallig.
  • In normaler Lautstärke sprechen: Stell dich an ein Ende des Raums und lass jemanden am anderen Ende zuhören. Muss die Person nachfragen?
  • Auf die Ruhe hören: Welche Geräusche gibt es, wenn niemand spricht? Straßenlärm, Lüftung oder Geräusche aus dem Stiegenhaus fallen in der Stille am ehesten auf.
  • Auf die Oberflächen schauen: Harte, glatte Flächen werfen Schall zurück. Polster, Textilien und Möbel nehmen einen Teil davon auf.
  • Den Ablauf durchdenken: Wo sitzt das Plenum, wo arbeiten Kleingruppen? Wenn zwei Gruppen gleichzeitig sprechen, sollte jede die eigene Diskussion gut hören.

Gruppengröße und Akustik

Ein Raum klingt leer anders als voll. Menschen, Kleidung und Möbel nehmen Schall auf, deshalb kann ein Raum mit Gästen ruhiger wirken als bei der Besichtigung. Umgekehrt kann eine große Gruppe in einem zu kleinen Raum schnell laut werden. Frag bei der Besichtigung deshalb nach, wie der Raum mit deiner Gruppengröße und deiner Bestuhlung genutzt wird.

Hybride Meetings brauchen Technik und einen passenden Raum

Wenn Personen online dabei sind, entscheidet die Kombination aus Raum und Technik. Kläre vorab:

  • Welche Mikrofone gibt es, und wer trägt sie?
  • Hören die Online-Teilnehmenden alle im Raum, auch bei Fragen aus dem Publikum?
  • Wo steht der Screen, damit die Zugeschalteten sichtbar sind?
  • Wer kümmert sich während des Termins um die Technik?

Plane vor dem Start einen kurzen Test mit einer Person, die von außen zuhört. Fünf Minuten Probe ersparen später viel Nachfragen.

Akustik im LOFT1080

Im LOFT1080 gibt es für Präsentationen und hybride Formate ein professionelles Soundsystem sowie Hand- und Ansteckmikrofone. Der Loft liegt in der Langen Gasse in der Josefstadt, der begrünte Innenhof hinter der Glasschiebetür ist geschützt vor dem Straßenlärm. Dort könnt ihr in den Pausen durchatmen, bevor es drinnen weitergeht.

Wie Gespräche auf dem Hauptniveau und auf der Plattform klingen, beurteilst du am besten selbst. Bring zur Besichtigung deinen Ablauf mit, dann können wir gemeinsam durchgehen, wo das Plenum sitzt, wo Kleingruppen arbeiten und wie ihr die Technik einsetzt. Alle Details zur Ausstattung findest du auf der Seite Raum.

Häufige Fragen

Kann man die Akustik eines Raums für einen Termin verbessern? Ein Stück weit. Eine passende Bestuhlung, Gruppenarbeit an verschiedenen Tischen und Mikrofone für große Runden helfen. Grundlegende Eigenschaften eines Raums lassen sich für einen einzelnen Tag aber kaum ändern. Deshalb lohnt sich der Test vor der Buchung.

Ist Akustik bei kleinen Gruppen auch ein Thema? Ja, aber anders. In kleinen Runden fällt vor allem auf, ob Gespräche gut verständlich bleiben, wenn mehrere Personen kurz hintereinander sprechen.

Wie bereite ich ein hybrides Meeting akustisch vor? Teste Mikrofone und Lautsprecher vor dem Start mit einer Person, die online zuhört, und vereinbare, dass Fragen aus dem Raum ins Mikrofon gesprochen werden.

Dein nächster Schritt

Vereinbare eine Besichtigung und hör dir den Raum mit deinem Ablauf im Kopf an: Kontakt oder telefonisch unter +43 1 406 24 24.