Methoden-Workshop planen: Design Thinking, Rapid Prototyping, Lean Canvas
Was ein Workshop mit Methoden wie Design Thinking, Rapid Prototyping oder Lean Canvas braucht: Flächen für Notizen, Material, Zeit für mehrere Runden und Dokumentation.
Ein Workshop mit einer strukturierten Methode bringt Ordnung in die Ideenarbeit: Statt „alles raushauen“ gibt es klare Schritte, feste Zeiten und sichtbare Ergebnisse. Damit das funktioniert, braucht der Workshop vor allem Platz zum Arbeiten, das richtige Material und genug Zeit für mehrere Runden.
Hier stellen wir drei Methoden vor und zeigen, was du dafür planen solltest.
Design Thinking
Worum es geht: Ein Problem wird aus Sicht der Menschen betrachtet, die es betrifft. Der Prozess führt von Verstehen und Beobachten über Ideen zu ersten Lösungen, die getestet werden.
Typische Schritte:
- Das Problem verstehen und die Zielgruppe beschreiben
- Erkenntnisse sammeln und zu einer klaren Fragestellung verdichten
- Ideen entwickeln
- Einen ersten Prototyp bauen
- Den Prototyp testen und Rückmeldungen sammeln
Was es braucht: viel Fläche für Notizen und Cluster, Pinnwände, Karten in verschiedenen Farben und Platz für mehrere Kleingruppen.
Rapid Prototyping
Worum es geht: Eine Idee wird schnell und einfach greifbar gemacht, etwa als Skizze, Papiermodell, Ablaufdiagramm oder Klickmodell. Ziel ist nicht Perfektion, sondern etwas, das man zeigen und testen kann.
Typischer Ablauf:
- Eine Idee auswählen
- In kurzer Zeit einen einfachen Prototyp bauen
- Den Prototyp anderen zeigen und Rückmeldungen sammeln
- Überarbeiten und erneut zeigen
Was es braucht: große Tische, Papier, Stifte, Klebeband und Platz, um die Prototypen auszustellen. Wenn digitale Prototypen entstehen, einen Screen, auf dem die Gruppe sie zeigen kann.
Lean Canvas
Worum es geht: Ein Geschäftsmodell wird auf einer Seite strukturiert, mit Feldern wie Problem, Zielgruppe, Lösung, Nutzenversprechen, Kanäle, Einnahmen und Kosten. So werden Annahmen sichtbar und lassen sich diskutieren.
Typischer Ablauf:
- Den Canvas groß an eine Pinnwand oder ein Flipchart bringen
- Die Felder in Kleingruppen ausfüllen
- Die Versionen der Gruppen vergleichen
- Die riskantesten Annahmen markieren und nächste Schritte festlegen
Was es braucht: große Vorlagen, Haftnotizen, eine Wand oder Pinnwand pro Gruppe.
Was alle Methoden brauchen
Flächen für Notizen
Methoden-Workshops leben davon, dass Ergebnisse sichtbar bleiben. Plane genug Pinnwände, Flipcharts und Whiteboards ein, für jede Kleingruppe mindestens eine Fläche.
Material
Karten, Haftnotizen, Stifte in verschiedenen Farben, Klebepunkte, Papier, Klebeband. Ein gut bestückter Moderationskoffer erspart Suchen.
Zeit für mehrere Runden
Die meisten Methoden arbeiten in Runden: Ideen sammeln, verdichten, prüfen, überarbeiten. Plane zwischen den Runden genug Zeit ein, um Ergebnisse zu sichten und zu dokumentieren. Wer die Zeit zu knapp plant, kommt meist nur bis zur ersten Runde.
Dokumentation
Fotografiere Pinnwände und Flipcharts am Ende jeder Runde. So geht nichts verloren, auch wenn die Flächen für die nächste Runde gebraucht werden.
Eine Moderation, die die Methode kennt
Eine Methode, die zum ersten Mal ausprobiert wird, braucht jemanden, der sie erklärt und auf die Zeit achtet. Kläre vorab, wer moderiert.
Ein Beispiel für einen Tag
So könnte ein Workshoptag mit Design Thinking und Rapid Prototyping aussehen:
- 09:00 bis 09:30: Einstieg, Ziel und Fragestellung
- 09:30 bis 11:00: Verstehen: Zielgruppe beschreiben, Erkenntnisse sammeln
- 11:00 bis 11:15: Pause
- 11:15 bis 12:30: Ideen entwickeln in Kleingruppen
- 12:30 bis 13:30: Mittagspause
- 13:30 bis 15:00: Prototypen bauen
- 15:00 bis 15:15: Pause
- 15:15 bis 16:15: Prototypen zeigen, Rückmeldungen sammeln
- 16:15 bis 16:45: Dokumentieren und nächste Schritte festlegen
Ein Methoden-Workshop im LOFT1080
LOFT1080 liegt in der Langen Gasse in der Josefstadt. Flipchart, Whiteboard, Pinnwände und ein Moderationskoffer mit Stiften stehen bereit. Auf dem Hauptniveau arbeitet ihr am Besprechungstisch mit dem 65-Zoll-Screen, auf der Plattform ein paar Stufen höher am großen Workshoptisch mit dem 55-Zoll-Screen. Für Pausen gibt es den begrünten Innenhof hinter der Glasschiebetür, bei passendem Wetter.
Das Loft ist für 10 bis 35 Personen ausgelegt, je nach Format. Für einen ganzen Tag gibt es ALL IN mit Kaffee, Tee, kalten Getränken und Snacks für bis zu 20 Personen oder CULINARIUM mit Business-Buffet. Alle Pakete findest du auf der Seite Pakete.
Nach dem Workshop
Schick die Fotos der Pinnwände und Flipcharts zusammen mit einer kurzen Zusammenfassung an alle. Halte fest, welche Ideen oder Prototypen weiterverfolgt werden und wer sich bis wann darum kümmert.
Häufige Fragen
Können wir eigenes Material mitbringen? Ja. Sag bei der Anfrage, was ihr mitbringt.
Lassen sich mehrere Methoden an einem Tag kombinieren? Ja, wie im Beispiel. Plane zwischen den Methoden genug Pausen ein.
Sag uns, wie viele Personen kommen und welche Methode ihr nutzt. Dann schlagen wir dir ein Setup vor: welcome@loft1080.at oder Kontakt.
Eurer Meeting bei uns?
Schreib uns, was du vorhast. Wir melden uns am selben Werktag mit einem Vorschlag.