Ein Termin nach dem anderen, kaum Zeit zum Arbeiten, und am Ende der Woche das Gefühl, viel besprochen und wenig erledigt zu haben. Meeting-Müdigkeit kennen viele. Sie lässt sich selten durch mehr Disziplin lösen, eher durch andere Regeln. Hier sind sieben Ansätze, die helfen können, einzeln oder zusammen.

1. Meetings kürzen

Viele Meetings dauern eine Stunde, weil der Kalender eine Stunde vorschlägt. Probier, Termine auf 25 oder 50 Minuten anzusetzen. Die gewonnenen Minuten geben Luft zwischen zwei Terminen, und die Diskussion wird oft fokussierter.

2. Agenda oder absagen

Ein Meeting ohne Agenda ist ein Gespräch. Für eine Besprechung, die zu einem Ergebnis führen soll, braucht es:

  • eine klare Frage: Was soll am Ende entschieden oder geklärt sein?
  • die passenden Teilnehmenden: Wer muss wirklich dabei sein?
  • einen Zeitrahmen pro Punkt

Die Regel ist einfach: Kein Meeting ohne vorher verschickte Agenda. Steht die Agenda nicht, wird das Meeting verschoben.

3. Im Stehen besprechen

Kurze Abstimmungen, etwa ein wöchentliches Update, lassen sich gut im Stehen erledigen. Wer steht, hält sich meist kürzer. Für längere Workshops ist das nichts, für zehn Minuten Status sehr wohl.

4. Vorbereitung einfordern

Viele Meetings beginnen mit einer langen Einführung, weil nicht alle vorbereitet sind.

  • Unterlagen rechtzeitig verschicken, nicht am Abend vorher.
  • Lesezeit einplanen: Manche Teams starten mit fünf Minuten, in denen alle das Briefing lesen.
  • Nicht wiederholen, was schon in den Unterlagen steht. Das Meeting beginnt mit der Diskussion.

5. Nachbereitung ernst nehmen

Ein Meeting ohne festgehaltene Ergebnisse ist schnell vergessen.

  • Ergebnisprotokoll statt Verlaufsprotokoll: was entschieden wurde und wer was bis wann übernimmt.
  • Am selben Tag verschicken.
  • Beim nächsten Termin nachfragen: Was wurde umgesetzt?

6. Die Bestuhlung wechseln

Bei längeren Terminen hilft es, den Platz zu wechseln, wenn die Phase wechselt: vom Tisch in einen Stuhlkreis für die Diskussion, an Stehtische oder die Bar für eine kurze Runde, nach draußen für die Pause. Das bricht die Routine eines langen Tages am selben Tisch.

7. Große Themen an einen anderen Ort

Für die wenigen großen Themen im Quartal lohnt sich ein eigener Termin außerhalb des Büros, statt sie zwischen zwei Calls zu besprechen. Ein halber oder ganzer Tag, an dem alle wissen, dass es nur um dieses Thema geht.

Wie du anfängst

  1. Bestandsaufnahme: Wie viele Meetings habt ihr pro Woche, wie lang sind sie, wie viele haben eine Agenda?
  2. Zwei Regeln auswählen: etwa „Agenda oder absagen” und „50 statt 60 Minuten”.
  3. Ausprobieren: einen Monat lang.
  4. Nachschauen: Was hat sich verändert?

Wiederkehrende Termine lassen sich einmal im Quartal hinterfragen: Braucht es dieses Meeting noch?

Ein eigener Termin im LOFT1080

Für die großen Themen im Quartal gibt es im LOFT1080 in der Josefstadt 90 m² auf zwei Niveaus, buchbar für 10 bis 35 Personen. Auf dem Hauptniveau arbeitet ihr am Meetingtisch mit dem 65-Zoll-Screen, für kurze Runden im Stehen gibt es die Bar mit Barhockern auf der Plattform, und für die Pausen bei passendem Wetter den Innenhof hinter der Glasschiebetür.

Raum und Ablauf stimmen wir vorab mit euch ab. Für einen halben Tag (5 Stunden) gibt es SPACE ONLY ab 600 € oder ALL IN mit Kaffee, Tee, kalten Getränken und Snacks ab 900 € für bis zu 20 Personen. Alle Pakete findest du unter Pakete.

Nächster Schritt

Such dir für diese Woche einen der sieben Ansätze aus und probier ihn aus. Wenn ihr für ein großes Thema einen eigenen Termin plant, schreib uns an welcome@loft1080.at oder ruf an: +43 1 406 24 24.