In vielen Besprechungen reden wenige viel und viele wenig. Das liegt selten daran, dass die Stillen nichts zu sagen hätten. Oft fehlt einfach eine Struktur, die allen einen Platz gibt. Hier sind ein paar Möglichkeiten, wie du eine Gesprächsrunde planen kannst, an der sich alle beteiligen.

Warum das Thema wichtiger geworden ist

Viele Teams treffen sich heute seltener persönlich als früher. Ein Teil der Abstimmung läuft per Videocall oder schriftlich. Wenn ihr dann gemeinsam an einem Tisch sitzt, soll die Zeit für die Themen genutzt werden, bei denen alle Perspektiven zählen. Umso mehr lohnt es sich, die Gesprächsrunde bewusst zu gestalten.

1. Mit einer Eröffnungsrunde starten

Bevor die Diskussion beginnt, kommt jede Person einmal kurz zu Wort. Zum Beispiel mit einer einfachen Frage: „Was ist für dich heute die wichtigste Frage?” oder „Wie siehst du das Thema in einem Satz?”

So hat jede Stimme einmal im Raum geklungen, bevor sich die Diskussion auf wenige konzentriert. Plane dafür pro Person etwa eine Minute ein.

2. Redezeiten vereinbaren

Bei kontroversen Themen helfen klare Redezeiten, etwa zwei Minuten pro Beitrag. Eine Person achtet auf die Zeit. Das wirkt anfangs streng, nimmt aber Druck aus der Runde, weil niemand befürchten muss, nicht dranzukommen.

3. Eine Moderation, die Perspektiven einbezieht

Wer moderiert, achtet darauf, wer noch nicht gesprochen hat, und fragt gezielt nach: „Wir haben die Sicht aus dem Vertrieb gehört, wie sieht es in der Produktion aus?”

Wenn die Person, die sonst die Besprechung leitet, selbst inhaltlich mitdiskutieren möchte, kann sie die Moderation an jemand anderen übergeben.

4. Kleingruppen für heikle Themen

Manche Themen besprechen nicht alle gern vor der ganzen Gruppe. In Kleingruppen von drei bis fünf Personen fällt es leichter, Bedenken auszusprechen. Danach stellt jede Gruppe ihre Ergebnisse im Plenum vor, ohne einzelne Namen zu nennen.

5. Einen Sesselkreis ohne Kopfende

Die Sitzordnung beeinflusst, wer spricht. An einem langen Tisch gibt es ein Kopfende und Plätze am Rand. In einem Sesselkreis ohne Tisch sitzen alle auf gleicher Höhe und sehen einander. Für offene Diskussionen, Rückblicke oder Check-ins passt das gut, für Präsentationen mit Folien weniger.

6. Ergebnisse sichtbar machen

Halte Beiträge auf einem Flipchart oder an einer Pinnwand fest. Wenn alle sehen, dass ihr Punkt notiert wurde, müssen sie ihn nicht wiederholen. Am Ende fasst die Moderation zusammen, was entschieden wurde und was offen bleibt.

Ein möglicher Ablauf für 90 Minuten

  • 10 Minuten Eröffnungsrunde
  • 20 Minuten Input zum Thema
  • 25 Minuten Kleingruppen
  • 25 Minuten Diskussion im Plenum mit Redezeiten
  • 10 Minuten Zusammenfassung und nächste Schritte

Gesprächsrunden im LOFT1080

LOFT1080 in der Josefstadt ist ein Loft mit 90 m² auf zwei Niveaus, buchbar für 10 bis 35 Personen. Für Gesprächsrunden lassen sich die Sessel im Kreis aufstellen, für Kleingruppen gibt es den Meetingtisch auf dem Hauptniveau, den Workshoptisch auf der Plattform und die Lounge. Flipchart, Whiteboard, Pinnwände und ein Moderationskoffer sind vorhanden.

Wenn sich das Format während des Tages ändert, etwa vom Input am Screen zum Sesselkreis, baut unser Team um. Mehr zum Raum findest du unter Raum.

Nächster Schritt

Probier bei deiner nächsten Besprechung eine kurze Eröffnungsrunde aus. Wenn du für eine längere Gesprächsrunde einen Raum suchst, schreib uns an welcome@loft1080.at oder ruf an: +43 1 406 24 24.