Die Kommunikationsleiterin eines österreichischen Industriekonzerns ruft an. In drei Wochen gibt der CEO ein Interview an ein Wirtschaftsmagazin, das Thema ist heikel, es geht um eine Restrukturierung. Der CEO ist fachlich brillant und medial ungeübt. Sie braucht einen Vormittag, an dem er mit einem Medientrainer drei Szenarien durchspielen kann, ohne dass jemand im Unternehmen davon weiß.

Das ist ein typischer Anruf bei uns. Und der Satz, der am Ende fast immer kommt, lautet: “Wir können das nicht im eigenen Haus machen.”

Warum Medientraining Diskretion braucht

Medientraining ist ein Format, das auf Verletzlichkeit basiert. Ein CEO, der vor der Kamera übt, macht Fehler. Er sagt Dinge, die er vor dem Vorstand nie sagen würde. Er wird von einem Medientrainer unterbrochen, korrigiert, manchmal konfrontiert. Das ist der Sinn der Übung. Und genau deshalb ist das eigene Büro der falsche Ort dafür.

Im eigenen Haus gibt es keine Privatsphäre. Die Assistenz weiß, dass der CEO heute den ganzen Vormittag im Besprechungsraum ist. Die Kolleg:innen sehen den Medientrainer durch den Gang gehen. Und der CEO selbst sitzt in einem Raum, in dem er normalerweise der Ranghöchste ist. Das macht es schwerer, sich verletzlich zu zeigen, sich korrigieren zu lassen, den Satz noch einmal zu sagen, diesmal besser.

Weiterführende Informationen dazu bietet Kreativwirtschaft Austria.

Das macht es schwerer, sich verletzlich zu zeigen, sich korrigieren zu lassen, den Satz noch einmal zu sagen, diesmal besser.

Die andere Variante: der redaktionelle Workshop

Neben dem klassischen Medientraining für Führungskräfte sehen wir ein zweites Format, das ähnliche Anforderungen an den Raum stellt: den internen Journalisten-Workshop. Redaktionsteams, die sich einen Tag lang zurückziehen, um Themenplanung, Blattlinie oder digitale Strategie zu besprechen.

Auch hier ist das eigene Büro problematisch, aber aus einem anderen Grund. In der Redaktion herrscht Betrieb. Telefone klingeln, Breaking News unterbricht jede Planung, und der Rhythmus des Tagesgeschäfts frisst jede langfristige Überlegung auf. Ein Tag außerhalb der Redaktion ist keine Flucht, sondern die Voraussetzung dafür, dass strategisches Denken überhaupt stattfinden kann.

Weiterführende Informationen dazu bietet Wirtschaftsagentur Wien.

Wie das Format im LOFT1080 aussieht

Für ein Medientraining mit einer oder zwei Personen stellen wir das Hauptniveau als Interviewsetting auf. Der 65-Zoll-Screen dient als Prompter-Ersatz oder zeigt die vorbereiteten Fragen. Eine Kamera zeichnet auf, damit die Trainingseinheiten im Nachhinein analysiert werden können. Der Medientrainer sitzt gegenüber, auf Augenhöhe, nicht erhöht. Das Setting simuliert das echte Interview, ohne die Anspannung eines öffentlichen Raums.

Zwischen den Durchläufen geht man in den Innenhof. Fünf Minuten frische Luft, ein kurzes Gespräch mit dem Trainer unter vier Augen, dann zurück. Der Wechsel zwischen Konzentration und Pause ist im Loft natürlich gegeben, ohne Fahrstuhl, ohne Flur, ohne Begegnung mit Fremden.

Weiterführende Informationen dazu bietet Harvard Business Review.

Für einen redaktionellen Workshop mit acht bis fünfzehn Personen nutzen wir das volle Setup. Plenum am Hauptniveau, Kleingruppen auf der Plattform am großen Workshopdesk, informelle Gespräche im Hof. Der Tag hat eine natürliche Dramaturgie, die der Raum unterstützt, statt sie zu behindern.

Was die Diskretion konkret bedeutet

Im LOFT1080 gibt es pro Zeitfenster eine Buchung. Keine zweite Gruppe, die im Gang wartet. Kein Empfangstresen, an dem sich jemand anmeldet. Die Adresse in der Langen Gasse in der Josefstadt ist bewusst unauffällig. Wer hereinkommt, kommt durch einen Innenhof, nicht durch eine Lobby. Für Formate, bei denen es darauf ankommt, wer den CEO mit einem Medientrainer sieht, ist das kein Nice-to-have, sondern eine Voraussetzung.

Der Wechsel zwischen Konzentration und Pause ist im Loft natürlich gegeben, ohne Fahrstuhl, ohne Flur, ohne Begegnung mit Fremden.

Wir unterschreiben auf Wunsch eine Vertraulichkeitsvereinbarung. In der Praxis braucht es das selten, weil unser Team ohnehin mit der Haltung arbeitet, dass das, was bei uns stattfindet, bei uns bleibt. Aber manche Compliance-Abteilungen wollen es schriftlich, und das ist völlig in Ordnung.

Der Unterschied zwischen einem Raum und einem Setting

Ein Seminarraum im Hotel bietet einen Raum. Das LOFT1080 bietet ein Setting. Der Unterschied ist: ein Setting hat eine Atmosphäre, die dem Format dient. Die Akustik, die dafür sorgt, dass eine ruhige Stimme auch am anderen Ende des Tisches ankommt. Das Licht, das nicht nach Neonröhre aussieht. Die Materialien, Holz, Sichtziegel, Stoff, die signalisieren, dass hier jemand über jeden Quadratmeter nachgedacht hat.

Für ein Medientraining oder einen redaktionellen Workshop, bei dem es darum geht, dass Menschen ehrlich sprechen und genau zuhören, ist das Setting entscheidend. Nicht die Quadratmeter, nicht das Buffet, nicht die Lage am Gürtel. Sondern die Frage: Fühle ich mich hier sicher genug, um einen Fehler zu machen?

Wenn du ein Medientraining planst oder einen redaktionellen Workshoptag organisierst und nach einem Ort suchst, der Vertraulichkeit und Qualität verbindet, meld dich bei uns. Wir besprechen das Setup, bevor wir einen Termin fixieren.