Pitch-Training: Warum Gründer:innen ihren Pitch nicht im eigenen Büro üben sollten
Pitch-Training für Startups und Scaleups in Wien: Warum der Raum, in dem geübt wird, über die Qualität des Ergebnisses entscheidet.
Du hast zwölf Minuten. Zwölf Minuten, in denen du einem Raum voller Menschen, die dreihundert Pitches im Jahr hören, erklärst, warum ausgerechnet dein Unternehmen ihr Geld verdient. Die Slides sitzen. Die Story sitzt. Und trotzdem weißt du, dass die Probe gestern Abend im Meeting-Raum eures Coworking Spaces nicht das war, was dich vorbereitet hat. Die Kolleg:innen haben genickt, weil sie die Story kennen. Die Fragen waren freundlich. Und das Gefühl danach war: gut genug. Gut genug ist das Gegenteil von bereit.
Das Problem mit der Probe im eigenen Büro
Pitch-Training scheitert meistens nicht am Inhalt, sondern am Setting. Im eigenen Büro fehlen drei Dinge, die für einen realistischen Probedurchlauf entscheidend sind.
Erstens: Distanz. Die Kolleg:innen, die euch Feedback geben, kennen die Story. Sie hören nicht wie Investor:innen zu, die zum ersten Mal verstehen müssen, was ihr macht. Sie springen über Lücken in der Argumentation, weil sie die Antwort kennen. Das macht das Feedback freundlich und nutzlos.
Weiterführende Informationen dazu bietet Harvard Business Review.
Die erste: ein einzelnes Gründer:innen-Team bereitet sich auf einen konkreten Pitch vor, Demo Day, VC-Meeting, Wettbewerb.
Zweitens: Raumdruck. Ein Pitch findet nicht am eigenen Schreibtisch statt. Er findet in einem Raum statt, der nicht eurer ist, vor Menschen, die nicht eure Kolleg:innen sind, mit Technik, die ihr nicht selbst aufgebaut habt. Wer das nie geübt hat, merkt den Unterschied erst auf der Bühne, und dann ist es zu spät.
Drittens: Zeitmessung. Im eigenen Büro wird die Zeit selten ernst genommen. Man redet über die zwölf Minuten hinaus, jemand unterbricht mit einer Frage, die Probe dauert vierzig statt zwölf Minuten. Das trainiert ein Format, das es auf der Bühne nicht gibt.
Wie ein Pitch-Training im LOFT1080 abläuft
Wir sehen zwei Varianten. Die erste: ein einzelnes Gründer:innen-Team bereitet sich auf einen konkreten Pitch vor, Demo Day, VC-Meeting, Wettbewerb. Die zweite: ein Accelerator oder ein Investor:innen-Netzwerk organisiert einen Pitch Day, an dem mehrere Teams üben.
Weiterführende Informationen dazu bietet Harvard Business Review.
Für die erste Variante stellen wir das Hauptniveau wie einen Pitch-Raum auf. Der 65-Zoll-Screen steht frontal, die Gründer:innen stehen davor, das Publikum sitzt in zwei Reihen auf Stühlen. Acht bis zwölf Personen, zusammengesetzt aus dem eigenen Team, ein oder zwei externe Mentor:innen oder Coaches und idealerweise jemand, der die Investor:innen-Perspektive einnimmt.
Weiterführende Informationen dazu bietet IAB Austria.
Der Ablauf ist streng. Zwölf Minuten Pitch, keine Unterbrechung, Timer läuft sichtbar auf dem zweiten Screen oben auf der Plattform. Dann fünf Minuten Q&A, ebenfalls getimed. Danach fünfzehn Minuten offenes Feedback, strukturiert: erst Story, dann Slides, dann Auftritt. Wer den Pitch dreimal hintereinander hält, mit Feedback-Pausen dazwischen, hat am Ende des Nachmittags einen anderen Pitch als am Morgen.
Warum der Raum den Unterschied macht
Der Raum im LOFT1080 hat eine Eigenschaft, die für Pitch-Training zentral ist: er ist groß genug, um sich wie ein echtes Setting anzufühlen, und klein genug, um ehrliches Feedback zu ermöglichen. Dreißig bis fünfunddreißig Personen passen rein, aber für ein Training mit zehn Leuten entsteht trotzdem keine Leere, weil die Proportionen des Lofts das verhindern.
Die Technik hilft. Wireless Casting vom Laptop auf den Screen funktioniert direkt, kein Adapter-Chaos. Die Tonanlage sorgt dafür, dass die Stimme auch ohne Schreien hinten ankommt. Das klingt banal, ist es aber nicht: viele Gründer:innen haben noch nie mit einer Anlage im Rücken gepitcht und müssen lernen, wie sich das anfühlt, bevor sie vor hundert Leuten stehen.
Weiterführende Informationen dazu bietet Gallup State of the Global Workplace.
Die zweite Variante: Pitch Day mit mehreren Teams
Wenn ein Accelerator oder ein Investor:innen-Netzwerk einen Pitch Day organisiert, ändert sich das Setup. Vier bis sechs Teams pitchen nacheinander, je zwölf Minuten plus Q&A. Die Jury sitzt am großen Tisch, die Teams warten auf der Plattform oben oder im Innenhof. Der Wechsel ist kurz, zwei Minuten Umbau, nächstes Team.
Ein gutes Pitch-Training braucht einen Halbtag, nicht eine Stunde.
Zwischen den Runden gibt es Pausen im Innenhof. Die Teams, die schon gepitcht haben, stehen mit den Juror:innen zusammen und bekommen informelles Feedback, das oft ehrlicher ist als das offizielle. Die Bar auf der Plattform ist für den Abschluss gedacht, wenn alle Teams durch sind und die Jury ihr Gesamtfeedback gibt.
Was wir empfehlen
Ein gutes Pitch-Training braucht einen Halbtag, nicht eine Stunde. Es braucht einen Raum, der sich vom Büro unterscheidet. Es braucht eine Person, die den Timer bedient und das Feedback strukturiert, das kann jemand aus eurem Team sein oder ein:e Coach, den oder die ihr mitbringt.
Wenn du einen Pitch vorbereitest und einen Raum suchst, in dem die Probe sich wie der Ernstfall anfühlt, schreib uns. Wir stellen das Setup so auf, dass du am Tag des echten Pitches nichts zum ersten Mal erlebst.
Eurer Meeting bei uns?
Schreib uns, was du vorhast. Wir melden uns am selben Werktag mit einem Vorschlag.