Ende September. Das dritte Quartal geht zu Ende, und in den meisten Unternehmen passiert Folgendes: Der Quartalsrückblick wird in das reguläre Führungsmeeting geschoben. Freitagvormittag, neunzig Minuten, zwischen dem Update zum laufenden Projekt und der Diskussion über die neue Parkplatzregelung. Die Zahlen werden gezeigt, jemand sagt, dass Q3 solide war, jemand anderes deutet an, dass ein Bereich hinterherhinkt, und dann ist die Zeit um. Nächster Punkt.

Das ist kein Quarterly Review. Das ist ein Quarterly Erwähnen. Der Unterschied zwischen den beiden entscheidet darüber, ob ein Team aus dem Quartal lernt oder ob Q4 genauso läuft wie Q3, nur hektischer.

Was ein echtes Quarterly Review braucht

Ein Quarterly Review ist kein Statusupdate. Es ist ein eigenständiges Format, das Zeit, Raum und die Bereitschaft braucht, unangenehme Fragen zu stellen. Nicht: Haben wir die Ziele erreicht? Sondern: Waren die Ziele richtig? Nicht: Warum hat Bereich X das Target verfehlt? Sondern: Was haben wir über unsere Annahmen gelernt, und was bedeutet das für die nächsten drei Monate?

Dieses Format verträgt keine neunzig Minuten zwischen zwei anderen Agendapunkten. Es verträgt auch kein Büro, in dem nach der Hälfte jemand reinkommt, weil etwas Dringendes passiert ist. Es braucht vier bis sechs Stunden, einen Raum ohne Unterbrechung und eine Gruppe, die weiß, dass sie heute nirgendwo anders hinmuss.

Weiterführende Informationen dazu bietet American Psychological Association.

Im Büro, am eigenen Platz, im gewohnten Meeting-Rhythmus.

Raus aus dem Jour-fixe-Modus

Der größte Feind eines guten Quarterly Reviews ist der Modus, in dem das Team normalerweise arbeitet. Im Büro, am eigenen Platz, im gewohnten Meeting-Rhythmus. In diesem Modus denkt man operativ. Man reagiert auf das, was gerade ansteht. Man optimiert. Man löscht Brände. Man plant nicht.

Ein Quarterly Review erfordert einen anderen Modus. Strategisch, reflektierend, bereit, bestehende Annahmen infrage zu stellen. Und dieser Modus-Wechsel braucht einen Ortswechsel. Das ist keine Esoterik. Es ist eine Beobachtung, die jede:r bestätigen kann, die schon einmal ein Meeting im eigenen Büro und dasselbe Meeting an einem anderen Ort erlebt hat.

Weiterführende Informationen dazu bietet Wirtschaftsagentur Wien.

Im LOFT1080 sitzen Teams an einem Tisch, der nicht ihr eigener ist, in einem Raum, der keine E-Mail-Benachrichtigungen triggert, ohne Kolleg:innen, die vorbeikommen, ohne den offenen Laptop-Deckel, der nach Aufmerksamkeit schreit. Was bleibt, ist die Frage auf dem Whiteboard und die Zahlen auf dem Bildschirm.

Kernaussage

Und dieser Modus-Wechsel braucht einen Ortswechsel.

Eine Struktur, die funktioniert

Die Quarterly Reviews, die wir im LOFT1080 beobachten, folgen meistens einer einfachen Struktur, die sich über die Jahre bewährt hat.

Block eins, Vormittag: Zahlen und Fakten. Die KPIs auf dem 65-Zoll-Bildschirm, die Zielerreichung pro Bereich, die Abweichungen. Keine Wertung, keine Diskussion, nur Fakten. Das dauert eine Stunde, manchmal anderthalb. Wer hier zu lange braucht, hat die Daten nicht vorbereitet.

Weiterführende Informationen dazu bietet Arbeiterkammer Österreich.

Block zwei, später Vormittag: Analyse. Warum sind die Abweichungen entstanden? Was war externes Umfeld, was war internes Versäumnis, was war falsche Planung? Das ist der Teil, der im Jour-fixe nie stattfindet, weil die Zeit dafür nicht reicht. Hier reicht sie.

Mittagspause im Innenhof. Dreißig Minuten, in denen das, was gerade besprochen wurde, sacken kann. Die informellen Gespräche in der Pause sind oft ehrlicher als die strukturierte Diskussion. Jemand sagt im Gehen, was er am Tisch nicht gesagt hat. Jemand anderes fragt nach, was sie nicht vor allen fragen wollte.

Block drei, Nachmittag: Konsequenzen. Was ändern wir für Q4? Was streichen wir? Was verstärken wir? Was brauchen wir dafür? Dieser Block findet oft auf der Plattform statt, am Workshop-Desk, mit Haftnotizen und Packpapier. Weg vom Bildschirm, hin zu einer physischen Darstellung der Prioritäten.

Abschluss: Eine halbe Stunde für die Frage, wer was bis wann umsetzt und wie das Team die Ergebnisse ins Unternehmen kommuniziert.

Warum Q3 der wichtigste Review ist

Q1-Reviews sind Aufwärmübungen, das Jahr hat gerade begonnen. Q2 ist Halbzeit, es gibt noch genug Runway. Q4 ist Rückblick, das Jahr ist vorbei. Q3 ist der Review, der zählt. Drei Monate vor Jahresende, genug Zeit, um den Kurs zu korrigieren, aber nicht genug, um es aufzuschieben.

Vier Reviews im Jahr, gleicher Ort, gleicher Standard, kein Buchungsaufwand.

Teams, die im September einen ehrlichen Q3-Review machen, gehen anders in den Herbst als Teams, die den Review auf Dezember verschieben. Sie streichen schneller, entscheiden schneller, und sie verschwenden die letzten Monate nicht mit Projekten, die ohnehin nicht mehr landen.

Buchung und Format

Für ein halbtägiges Quarterly Review empfehlen wir das ALL IN Paket. Raum, Bildschirm, Kaffee, Getränke, Snacks, eine Ansprechperson. Für Teams, die ihren Review quartalsweise bei uns machen wollen, lohnt sich ein Blick auf den Season Pass. Vier Reviews im Jahr, gleicher Ort, gleicher Standard, kein Buchungsaufwand.

Anfragen mit Wunschdatum und Teamgröße an: Kontakt.