Ein Partner:innen-Retreat einer mittelgroßen Wiener Wirtschaftskanzlei. Sieben Partner:innen, zwei Stunden im Konferenzraum der Kanzlei, und die Frage, die niemand laut stellt: Warum sitzen wir eigentlich hier. Der Schreibtisch des Managing Partners liegt einen Gang weiter. Das Telefon des Büros nebenan klingelt durch die Glaswand. Zwei Partner:innen blicken alle zehn Minuten auf die Uhr, weil um drei ein Mandant kommt. Das ist kein Retreat. Das ist ein längeres Partner-Meeting mit Kaffee.

Wir sehen dieses Muster bei Wiener Kanzleien regelmäßig. Einmal, manchmal zweimal im Jahr soll das Partner:innen-Team einen Tag oder eineinhalb Tage zusammensitzen und über das reden, wofür im Alltag keine Zeit bleibt. Strategie, Mandatsportfolio, Partnerzuwachs, Vergütung, Nachfolge. Und am Ende passiert es doch wieder in den eigenen Räumen, weil es logistisch einfach ist. Logistisch einfach und strategisch teuer.

Das Problem mit dem eigenen Konferenzraum

Partner:innen einer Kanzlei sind billable hours. Jede Stunde, die sie nicht am Mandat verbringen, ist eine Entscheidung gegen Umsatz. Genau deshalb schenken sie einander im Alltag selten ungeteilte Aufmerksamkeit. Die Besprechung am Mittwoch dauert 45 Minuten, nicht 90. Der Austausch zwischen zwei Partner:innen läuft zwischen Tür und Angel, auf dem Weg zum Mandantentermin, nie als echtes Gespräch.

Ein Retreat soll genau das umdrehen. Einmal im Halbjahr keine sechs parallelen Mandate, sondern ein gemeinsamer Kopf. Das funktioniert aber nur, wenn der Ort mitspielt. Der eigene Konferenzraum trägt zu viel Hierarchie. Die Anordnung der Stühle ist bekannt, der Platz des Managing Partners ist bekannt, die Rollen rutschen innerhalb von drei Minuten in ihre alten Positionen. Und die Assistenz, die zwischendurch hereinkommt, um etwas zu unterschreiben, erinnert jede:n daran, dass eigentlich noch Arbeit wartet.

Es gibt noch einen zweiten Punkt, der gerade bei Steuerrechtskanzleien und Wirtschaftskanzleien wiegt: Vertraulichkeit. In einem Partner:innen-Retreat wird über Dinge gesprochen, die niemand aus der zweiten Reihe hören soll. Vergütungsmodelle. Leistungsbeurteilungen einzelner Equity-Partner. Fragen zu Mandaten und zu Mandant:innen. In der eigenen Kanzlei ist das technisch möglich, aber es bleibt ein Gefühl. Wer eine Etage tiefer arbeitet, weiß, dass oben heute die Partner:innen zusammensitzen, und fragt sich, was dort besprochen wird.

Was ein externer Ort leistet

Der externe Ort tut zwei Dinge gleichzeitig. Er signalisiert den Partner:innen selbst, dass dieser Tag anders ist als eine normale Besprechung. Und er entzieht die Konversation dem alltäglichen Zugriff. Beides ist für die Qualität der Gespräche nicht nebensächlich.

Wir hören regelmäßig von Managing Partners, dass sie den Unterschied innerhalb der ersten Stunde spüren. Wer die Kanzlei verlässt, um in einer anderen Adresse anzukommen, stellt sich mental neu auf. Die Mandantenanrufe werden umgeleitet. Das Laptop bleibt im besten Fall zu. Der Satz, den man in der eigenen Kanzlei nicht ausspricht, weil drei Türen weiter die betroffene Person sitzt, fällt hier leichter.

Bei LOFT1080 ist das Grundprinzip, dass zu jeder Zeit nur eure Gruppe im Loft ist. Das heißt, die Partner:innen-Runde hat die 90 Quadratmeter für sich. Keine fremde Session nebenan, kein Coworking-Traffic, keine offene Lobby, in die durch Zufall jemand hereinspaziert. Für eine Konversation, die absolute Diskretion braucht, ist das kein Komfortargument, sondern eine strukturelle Voraussetzung. Wer darüber hinaus eine NDA benötigt, bekommt sie von Alexander Raffeiner persönlich unterzeichnet. Das ist bei Mandant:innen aus dem Legal-Umfeld keine Formalie, sondern ein Signal.

Das Format, das wir empfehlen

Ein Partner:innen-Retreat ist selten ein Tag aus einer einzigen Art von Gespräch. Das Format wechselt zwischen Plenum, kleineren Einheiten und dem, was im Kanzleialltag fast nie stattfindet: das 1:1 zwischen zwei Partner:innen ohne Agenda.

Das Loft nimmt diese Wechsel auf. Das Plenum läuft am Hauptniveau, am großen Meeting-Tisch, mit dem 65-Zoll-Screen, wenn Zahlen oder Präsentationen aufgerufen werden. Geht es in Breakout-Runden, in denen zwei oder drei Partner:innen konkrete Themen vertiefen, schiebt sich die Runde auf die Plattform, ein paar Stufen höher, an den Workshop-Tisch oder die Bar. Beide Zonen liegen im selben Raum, und trotzdem fühlen sie sich anders an. Und für das Partner-zu-Partner-Gespräch, das in der Kanzlei nie zustande kommt, gibt es den Innenhof. Grün, ruhig, von der Straße geschützt, für zwei Menschen auf einer Bank.

Ein Element, das wir mittelgroßen Kanzleien besonders ans Herz legen, ist der Einstieg. Viele Retreats starten mit einem Aufschlag des Managing Partners und gehen sofort in die Agenda. Besser funktioniert ein BUSINESS BREAKFAST als Auftakt. Das ist unser Frühstücks-Paket, inklusive Buffet, vollständiger Tontechnik falls gebraucht, APA-Fotoservice falls das Retreat mit einer Kommunikationsleistung verbunden ist, und einer festen Ansprechperson aus unserem Team während der gesamten Zeit. Neunzig Minuten Frühstück am Anfang eines Retreat-Tages sind keine verlorene Zeit. Sie sind der Moment, in dem die Partner:innen sich tatsächlich begegnen, bevor die Tagesordnung das Gespräch strukturiert.

Was Assistenzen und HR-Operations wissen sollten

Kanzlei-Assistenzen planen diese Termine meistens. Für die Planung heißt das: Ein fester Ansprechpartner, eine klare Liste, was enthalten ist und was nicht, und die Möglichkeit, kurzfristig nachzujustieren. Wenn der Managing Partner zwei Tage vor dem Termin entscheidet, dass doch drei Gäste dazukommen, darf das keine Grundsatzfrage werden.

Für HR und Operations heißt es: Vertraulichkeit nicht als Nebenprodukt, sondern als strukturelle Eigenschaft des Orts. Eine Gruppe im Haus, eigene Adresse im achten Bezirk, fünf Gehminuten zur U-Bahn und trotzdem ein Ort, an den kein Mandant zufällig vorbeispaziert. Das ist die Kombination, die bei einer Wirtschaftskanzlei zählt.

Wenn ihr ein Partner:innen-Retreat für das nächste Halbjahr plant, schreibt uns mit dem Datum und der Teilnehmer:innen-Zahl. Wir schauen auf das Format, schlagen eine Struktur für den Tag vor und halten den Raum. Details zum Haus findest du auf Raum, Unterlagen zum Frühstücks-Paket und zum Ablauf über Kontakt.