Neun Uhr morgens, ein Mittwoch im Frühsommer. Ein Executive Coach sitzt am Meetingtisch, vor ihm zwei Tassen, eine Kanne Kaffee, ein aufgeschlagenes Notizbuch. Um halb zehn kommt sein Coachee, eine Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens, die seit drei Monaten vor einer Entscheidung steht, die sie alleine nicht treffen will. Die beiden werden heute bis siebzehn Uhr hier sein. Ein ganzer Tag, ein Gespräch, kein anderer Termin dazwischen.

Dieses Format sehen wir regelmäßig. Coaches, die nicht in Fünfzig-Minuten-Einheiten arbeiten, sondern in ganzen Tagen. Die wissen, dass die wirklich wichtigen Sätze erst nach der dritten Stunde fallen, wenn das Aufwärmen vorbei ist und die Höflichkeit aufhört.

Warum nicht im Büro, nicht in der Praxis

Coaching findet in Wien meistens an einem von drei Orten statt: im Büro des Coachees, in der Praxis des Coaches oder online. Alle drei haben für ein ganztägiges Format echte Schwächen.

Im Büro des Coachees klopft jemand an. Es klopft immer jemand an. Die Assistentin hat eine dringende Frage, das Handy liegt auf dem Tisch, und nach der Mittagspause ist die Versuchung groß, kurz ins E-Mail-Postfach zu schauen. Der Ort, an dem man normalerweise funktioniert, ist der schlechteste Ort, um über das Funktionieren nachzudenken.

Weiterführende Informationen dazu bietet Vienna Convention Bureau.

Der Ledersessel, die gedämpfte Beleuchtung, die Schallschutzdecke.

Die Praxis des Coaches hat ein anderes Problem. Sie riecht nach Therapie. Der Ledersessel, die gedämpfte Beleuchtung, die Schallschutzdecke. Für Führungskräfte, die sich ohnehin überwinden mussten, einen Coach zu engagieren, verstärkt diese Ästhetik das Unbehagen. Sie wollen arbeiten, nicht behandelt werden.

Online ist für Kurzformate brauchbar. Für acht Stunden am Stück ist es eine Zumutung. Kein Coach, der sein Format ernst nimmt, moderiert ein ganztägiges Intensive über Zoom.

Ein Raum, der weder Büro noch Praxis ist

Das LOFT1080 funktioniert für Coaching-Intensives, weil es keiner der drei Kategorien entspricht. Es ist ein hochwertiger, ruhiger Raum, der nach Arbeit aussieht, aber nicht nach dem Arbeitsplatz des Coachees. Er ist warm genug, um persönliche Gespräche zu tragen, aber nicht therapeutisch eingerichtet. Er gehört für den Tag niemandem außer den beiden Personen im Raum.

Die neunzig Quadratmeter auf zwei Ebenen sind für ein Einzelgespräch großzügig. Aber genau das ist der Punkt. Ein Coaching-Tag hat Phasen, die Raum brauchen, im wörtlichen Sinn. Nach zwei Stunden intensivem Gespräch am Tisch steht einer von beiden auf, geht drei Schritte, holt sich Wasser, steht einen Moment am Fenster. Dieser Bewegungsraum fehlt in einer Praxis mit acht Quadratmetern und zwei Sesseln.

Weiterführende Informationen dazu bietet Wirtschaftsagentur Wien.

Der Innenhof als Gesprächswechsel

Jeder Coach, der ganztägig arbeitet, kennt den Moment, in dem das Gespräch umkippen muss. Die erste Hälfte war Bestandsaufnahme, Analyse, das Benennen dessen, was ist. Die zweite Hälfte soll nach vorne gehen, Optionen, Entscheidungen, nächste Schritte. Dazwischen braucht es einen Bruch.

Im LOFT1080 passiert dieser Bruch meistens im Innenhof. Eine halbe Stunde Mittagspause draußen, manchmal schweigend, manchmal mit einem leichten Gespräch über etwas, das nichts mit dem Thema zu tun hat. Der Ortswechsel, Schiebetür auf, drei Schritte ins Grüne, andere Luft, anderes Licht, setzt den Nachmittag anders auf als eine Pause am selben Tisch.

Weiterführende Informationen dazu bietet IAB Austria.

Manche Coaches verlagern das ganze Nachmittagsgespräch nach draußen, wenn das Wetter passt. Das funktioniert, weil der Innenhof straßenabgewandt und ruhig ist. Kein Passant hört mit, kein Kellner kommt vorbei.

Der Ortswechsel, Schiebetür auf, drei Schritte ins Grüne, andere Luft, anderes Licht, setzt den Nachmittag anders auf als eine Pause am selben Tisch.

Diskretion ist keine Option, sondern Grundlage

Executive Coaching handelt von Themen, die nicht nach draußen gehören. Personalentscheidungen, eigene Unsicherheiten, Konflikte mit dem Aufsichtsrat, Fragen, die eine Führungskraft nirgendwo anders stellt. Der Raum, in dem das passiert, muss das tragen.

Bei uns gibt es keine Parallelbuchung. Kein zweites Team im Nebenraum, keinen Empfang mit Fremden im Foyer. Alexander Raffeiner unterschreibt auf Wunsch eine Vertraulichkeitsvereinbarung vor der Buchung. Das klingt nach einer Formalität, aber für Coaches, die mit C-Level-Klient:innen arbeiten, ist es eine Voraussetzung, nicht ein Nice-to-have.

Was Coaches bei uns schätzen

Die Rückmeldungen, die wir von Coaches bekommen, drehen sich selten um Technik oder Ausstattung. Sie drehen sich um drei Dinge: Erstens, dass der Raum dem Coachee signalisiert, dass der Tag wichtig ist, ohne einschüchternd zu wirken. Zweitens, dass die Pausen im Innenhof organisch passieren, ohne dass jemand das Gebäude verlassen oder durch ein Hotelfoyer gehen muss. Drittens, dass niemand stört.

Wenn ihr als Coach ein ganztägiges oder mehrtägiges Intensive plant und einen Raum sucht, der das Format ernst nimmt, schreibt uns mit Datum und einer kurzen Beschreibung, was ihr vorhabt. Wir schlagen euch das passende Paket vor und klären alles Weitere: Kontakt.